Warum Bienen so wichtig für den Menschen sind

Bienen erbringen für Mensch und den Natur eine unvorstellbar große Leistung, denn: sie produzieren nicht nur Honig, sondern sorgen mit ihrer Bestäubungstätigkeit dafür, dass unser Tisch reich gedeckt ist.
Schon Albert Einstein stellte die These auf „Stirbt die Biene, so stirbt nach spätestens vier Jahren auch der Mensch.“ Das ist uns allen nicht bewusst, es bringt die Problematik aber auf den Punkt. Fakt ist, dass ein Aussterben der Bienen eine massive Einschränkung des Nahrungsangebots und der Lebensqualität für Mensch und Tier zur Folge hätte. Ein Großteil der landwirtschaftlichen Erträge würde ohne den Bestäubungsprozess der Biene wegfallen.

Bestäubung elementar für die Ernte

Ein Großteil der Blütenpflanzen auf die Bestäubung durch Insekten angewiesen, und rund 80 Prozent der Bestäubungsarbeit im Sommer leisten die Bienen. Honigbienen erledigen aufgrund ihrer Blütenstetigkeit diese Arbeit von allen Insekten sogar am effektivsten. Das bedeutet, dass eine Biene die Blüten einer Pflanzenart so lange anfliegt, wie diese genug Nektar bieten. So überträgt sie den Blütenstaub (Pollen) auf die passenden Blüten der gleichen Pflanzenart, und die Befruchtung der Keimzellen ist möglich – das ist die Voraussetzung für die Bildung von Früchten und Samen. Erst die Blütentracht der Pflanzenart endet, wechseln die Bienen auf eine andere Pflanzenart. Die elementare Bedeutung der Biene verdeutlichen folgende Kennzahlen: Ein Bienenvolk besteht im Sommer aus ca. 50 000 Tieren. Eine Flugbiene legt pro Tag ca. 60 Kilometer zurück, um Pollen und Nektar für das Volk zu sammeln und ganz nebenbei Blüten zu bestäuben. Ohne die Bestäubungsleistung der Bienen würden Obst, Kräuter und vieles mehr nach und nach von unserem Speiseplan verschwinden.

Die Biene leistet noch viel mehr

Weil Bienen auch Wildpflanzen bestäuben, sorgen sie für die Erhaltung vieler natürlicher Biotope und der dort lebenden Tierarten. Außerdem übertragen Bienen beim Bestäuben von landwirtschaftlich genutzten Wiesenblumen sogenannte Kreuz- oder Nektarhefen, die den Kühen helfen, die Pflanzenzellulose bis zu 20 Prozent besser zu verdauen. Viele Landwirte nutzen diese Erkenntnis bereits. Sie mähen Weiden nicht zu früh ab, sodass die Pflanzen blühen und die Bienen die Hefen übertragen können. Damit sorgen die Bauern für das Wohlergehen ihrer Kühe, und alle profitieren von der höheren Fleisch- und Milchqualität.

Und die Honigbiene hat in noch einem Punkt die Nase vorn: Natürlich sorgen auch andere Insekten wie z. B. Wildbienen für die Bestäubung. Die Honigbiene hat jedoch wegen ihrer Fähigkeit, als ganzes Volk zu überwintern, eine Sonderstellung unter den bestäubenden Insekten: Sie nimmt bereits im Frühjahr, wenn wichtige Kulturpflanzen wie Apfel und Raps blühen, ihre Arbeit auf.